Auch wenn die festen Ausgaben regelmässig kontrolliert werden, schleichen sich mit der Zeit oft kleine Ungenauigkeiten ein, die im Alltag kaum auffallen. Ein fixer Jahrestermin, an dem die gesamte Liste von Grund auf neu durchgegangen wird, bringt hier wieder Klarheit. Im Unterschied zur monatlichen Kontrolle geht es hier darum, wirklich jeden einzelnen Punkt neu zu hinterfragen.
Bei dieser jährlichen Durchsicht lohnt es sich, nicht einfach die alte Liste zu übernehmen, sondern jeden Posten neu zu betrachten, als würde man ihn zum ersten Mal sehen. So fallen Dinge auf, die sich über die Monate unbemerkt eingeschlichen haben, etwa Ausgaben, die längst nicht mehr aktuell sind, aber trotzdem weiterlaufen.
Ein fixer Termin im Jahr
Am besten wählt man für diese Übung einen Zeitpunkt, der sich gut merken lässt, etwa einen bestimmten Monat, der ohnehin für eine ruhige Phase im Jahr steht. So wird der Termin nicht vergessen und muss nicht jedes Jahr neu gesucht werden. Diese Verlässlichkeit ist wichtiger als der genaue Zeitpunkt selbst.
Die jährliche Grundüberholung der Liste dauert meist länger als die regelmässigen kurzen Kontrollen, lohnt sich aber gerade deshalb. Sie deckt Dinge auf, die im laufenden Jahr leicht übersehen werden, weil man sich dort eher auf das Aktuelle konzentriert als auf die Gesamtübersicht der letzten zwölf Monate.
Nach dieser jährlichen Durchsicht steht eine Liste, die wirklich der aktuellen Situation entspricht, ohne alte Reste aus vergangenen Jahren. Diese Ehrlichkeit gegenüber der eigenen Übersicht ist der eigentliche Wert dieser Gewohnheit, mehr als jedes einzelne Detail, das dabei entdeckt wird.